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1834, im Gründungsjahr des Jägervereins, konnten viele Neheimer weder Mitglied der bestehenden Schützenbruderschaft werden noch am Schützenfest teilnehmen, denn beides war an Konfession und Herkunft der Personen gebunden. Als Gründungsväter unseres Vereins taten sich dann selbstbewusste Neheimer hervor, die häufig nicht katholischen Glaubens und teilweise auswärtiger Herkunft waren, die aber ihre Heimat hier gefunden hatten. Es war ihr erklärtes Ziel, ein Volksfest für alle Einwohner der Stadt durchzuführen.

Einige der Gründer gehörten sogenannten Kriegervereinen an, in denen sich auch „Freiwillige Jäger“, ehemalige Soldaten aus den Freiheitskriegen, zusammengeschlossen hatten. Der Zeitgeist brachte es mit sich, dem neuen Verein den Namen „Jägerverein“ zu geben. Das Grün in der schwarz-weiß-grünen Jägeruniform sollte zudem an die Kragenspiegel der „Freiwilligen Jäger“ erinnern. Weiterhin führten die Vereinsgründer zur Ermittlung des Jägerkönigs das Schießen auf den Stern ein, eine Tradition, mit der wir uns auch heute noch von den umliegenden Schützenbruderschaften absetzen.

Am 19. Juni 1980 wurde der Jägerverein in einen eingetragenen Verein umgewandelt. 34 Personen starteten zu diesem Zeitpunkt einen grundlegenden Neubeginn. Die Zahl der Mitglieder steigt seitdem kontinuierlich. Waren es 1981 zunächst etwa 280, so umfasst der Jägerverein heute gut 1600 Mitglieder, die sich auf vier Kompanien verteilen. Zusätzlich existieren noch eine Kinderkompanie (seit 1980) und eine Jugendkompanie (seit 1990).

Als Verein für alle mit eindeutigem Integrationsschwerpunkt gegründet, sehen wir neben der Ausrichtung des Jägerfestes auch unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Uns ist es ein wichtiges Anliegen, vielfältige Projekte mit sozialem, kulturellem oder historischem Hintergrund zu unterstützen. So setzen wir uns beispielsweise für die Arnsberger Tafel und das Freibad Neheim ein. Auch die 2009 im Stadtgebiet platzierten „Jägersterne“ haben das gleiche Ziel. Sie weisen an historischer Stelle auf Gebäude und Personen hin, die sowohl für den Jägerverein als auch für die Entwicklung Neheims von Bedeutung waren.

Ein Meilenstein in der Entwicklung unseres Vereinslebens ist der Erwerb der ehemaligen Synagoge gewesen. Das vollkommen restaurierte Gebäude bildet seit 2001 als „Haus Neheimer Jäger“ den Mittelpunkt des Vereinslebens und ist zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Neheim geworden. Im Sinne unserer Gründerväter stellen wir mit der Öffnung der Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen allen Neheimer Bürgern einen Ort der Begegnung zur Verfügung.

Auch in musikalischer Hinsicht setzen wir in Neheim und Umgebung Maßstäbe. Bereits seit 30 Jahren existiert unser Bläserchor. Mit einer stattlichen Anzahl unterschiedlicher Hörner sind die Bläser fester Bestandteil des Vereinslebens und bei unterschiedlichsten Gelegenheiten mit von der Partie.

Im Jahr 2006 wurde unser Blasorchester ins Leben gerufen. Hiermit ist es uns gelungen, eine große Lücke in der kulturellen Landschaft unserer Heimatstadt zu schließen, indem wir an die Tradition der alten Neheimer Stadtkapelle anknüpfen konnten. Nach Jahrzehnten der Abstinenz existiert nun wieder ein Blasorchester in Neheim.

Seit 2008 ist darüber hinaus auch unser Kinder- und Jugendorchester aktiv. An vereinseigenen Instrumenten werden knapp 40 junge Musiker ausgebildet und an das Orchesterspiel herangeführt. Neben den Orchestern sorgt auch der 15 Mann starke Jägerchor „Zweiklang“ für die Untermalung verschiedener Veranstaltungen.

Eine wichtige Aufgabe haben wir uns zudem mit der Förderung der Integration ausländischer Mitbürger in Neheim gestellt. Neben unseren Orchestern sei hier als weiteres Beispiel die aktive Unterstützung der Städtepartnerschaft zwischen Arnsberg und der Stadt Caltagirone auf Sizilien genannt.


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